Papst Gregor und die Benediktiner

15
Nov

Papst Gregor I. wurde 540 geboren. Er gründete ein Kloster im Haus seiner Familie in Rom. Zum Diakon geweiht wurde er als Stellvertreter des Papstes nach Byzanz gesandt. 590 wurde er selbst zum Papst gewählt und starb im Jahr 604. Sein Gedenktag ist der 03. September. Papst Gregor I. war ein „Fan“ des heiligen Benedikt, obwohl er ihn nicht persönlich kannte. Das was heute über das Leben und Wirken Benedikts bekannt ist, stammt aus der Feder Gregors.

529 hatte Benedikt sein Kloster auf dem Monte Cassino gegründet. Benedikt war Seelsorger für die Menschen der Umgebung. Sein wichtigstes Anliegen aber war der äußere und innere Aufbau der Mönchsgemeinschaft. So schrieb er seine Regel. Montecassino wurde 577, nur wenige Jahre nach Benedikts Tod (547) durch die Langobarden zerstört. Die Mönche flohen nach Rom. Hier lernte Papst Gregor I. die Gemeinschaft der Mönche kennen. In seinen „Vier Büchern der Dialoge“ sammelte Gregor Legenden über heilige Männer Italiens. Von Benedikt war er so beeindruckt, dass er ihm sein zweites Buch ganz widmete. Gregor schrieb auf, was ihm Brüder, die Benedikt selbst noch kannten, berichteten. Dabei legte er besonderen Wert auf die Benediktusregel. 598 sendet Papst Gregor I. Mönche als Missionare nach England. Er gibt ihnen die Benediktusregel mit als Ordnung für Klostergründungen. Die Klöster in England verbanden Gottesdienst und Verkündigung des Evangeliums mit sozialem Engagement. Sie hatten daher neben der Kirche und dem Gebäude für die Mönche auch: ein Krankenhaus, ein Gästehaus, eine Schule, ferner:Bäckerei, Metzgerei, Schmiede, Schreinerei, Mühle und Höfe für die Landwirtschaft und Obstbau. Später kamen solche Mönche als Missionare zu den Germanen. Man nannte sie „Benediktiner“. Sie wurden wegen ihrer Lebensform sehr geschätzt. Die damaligen Herrscher ließen ihre Klöster nach der Benediktsregel reformieren. Sie bekamen durch Ludwig dem Frommen auf Synoden auch einen rechtlichen Rahmen.