Freitag der 2. Osterwoche

Kreuzzeichen

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Psalm aus dem Mattheiser Stundengebet

Psalm 86

Der Psalm kann „sprechender“ werden, wenn er laut gebetet wird und wenn anschließend Zeit bleibt, mit einzelnen Versen oder Worten meditierend umzugehen.

Wende dein Ohr mir zu, erhöre mich, Herr! /
Denn ich bin arm und gebeugt.

Beschütze mich, denn ich bin dir ergeben! /
Hilf deinem Knecht, der dir vertraut!

Du bist mein Gott. Sei mir gnädig, o Herr! /
Den ganzen Tag rufe ich zu dir.

Herr, erfreue deinen Knecht; /
denn ich erhebe meine Seele zu dir.

Herr, du bist gütig und bereit zu verzeihen, /
für alle, die zu dir rufen, reich an Gnade.

Herr, vernimm mein Beten, /
achte auf mein lautes Flehen!

Am Tag meiner Not rufe ich zu dir; /
denn du wirst mich erhören.

Herr, unter den Göttern ist keiner wie du /
und nichts gleicht den Werken, die du geschaffen hast.

Alle Völker kommen und beten dich an, /
sie geben, Herr, deinem Namen die Ehre.

Denn du bist groß und tust Wunder; /
du allein bist Gott.

Weise mir, Herr, deinen Weg; /
ich will ihn gehen in Treue zu dir. Richte mein Herz darauf hin, /
allein deinen Namen zu fürchten!

Ich will dir danken, Herr, mein Gott, /
aus ganzem Herzen, /
will deinen Namen ehren immer und ewig.

Du hast mich den Tiefen des Totenreichs entrissen. /
Denn groß ist über mir deine Huld.

Gott, freche Menschen haben sich gegen mich erhoben, /
die Rotte der Gewalttäter trachtet mir nach dem Leben; /
doch dich haben sie nicht vor Augen.

Du aber, Herr, bist ein barmherziger und gnädiger Gott, /
du bist langmütig, reich an Huld und Treue.

Wende dich mir zu und sei mir gnädig, /
gib deinem Knecht wieder Kraft /
und hilf dem Sohn deiner Magd!

Tu ein Zeichen und schenke mir Glück! /
Alle, die mich hassen, sollen es sehen und sich schämen, /
weil du, Herr, mich gerettet und getröstet hast.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn /
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit /
und in Ewigkeit. Amen.

Evangelium

Joh 6,1-15
In jener Zeit ging Jesus an das andere Ufer des Sees von Galiläa, der auch See von Tiberias heißt. Eine große Menschenmenge folgte ihm, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Jesus stieg auf den Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern nieder. Das Pascha, das Fest der Juden, war nahe. Als Jesus aufblickte und sah, dass so viele Menschen zu ihm kamen, fragte er Philippus: Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben? Das sagte er aber nur, um ihn auf die Probe zu stellen; denn er selbst wusste, was er tun wollte. Philippus antwortete ihm: Brot für zweihundert Denare reicht nicht aus, wenn jeder von ihnen auch nur ein kleines Stück bekommen soll. Einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm: Hier ist ein kleiner Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so viele! Jesus sagte: Lasst die Leute sich setzen! Es gab dort nämlich viel Gras. Da setzten sie sich; es waren etwa fünftausend Männer. Dann nahm Jesus die Brote, sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, so viel sie wollten; ebenso machte er es mit den Fischen. Als die Menge satt war, sagte er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrig gebliebenen Brotstücke, damit nichts verdirbt. Sie sammelten und füllten zwölf Körbe mit den Stücken, die von den fünf Gerstenbroten nach dem Essen übrig waren. Als die Menschen das Zeichen sahen, das er getan hatte, sagten sie: Das ist wirklich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da erkannte Jesus, dass sie kommen würden, um ihn in ihre Gewalt zu bringen und zum König zu machen. Daher zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein.

Es empfiehlt sich, eine Zeit lang beim Gelesenen zu verweilen.

Persönliches Gebet

Heute bitte ich für …

Ich danke für …

Gebet Jesu

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Gebet

Heiliger Gott, du hast deinen Sohn der Schmach des Kreuzes unterworfen, um uns der Gewalt des Bösen zu entreißen. Gib uns die Gnade, dass auch wir deinem Willen gehorchen und einst in Herrlichkeit auferstehen.  Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus. Amen.