Matthiaspilger

 

Liebe Pilgerinnen und Pilger,
die Krise infolge der bekannten Infektionsgefahr lässt es nicht zu, dass die Pilgerfahrten unserer Bruderschaften und Pilgergruppen stattfinden. Voraussichtlich bis Ende Juni werden in der Basilika keine Gottesdienste gehalten, die öffentlich zugänglich sind. – Ein feierlicher Einzug einer Pilgergruppe ist nicht gestattet. – Der Rote Igel ist geschlossen. – Das Pfarrzentrum steht nicht zur Verfügung. – Die Bewirtung durch die SMB in St. Matthias musste abgesagt werden. Da die Entwicklung nicht überschaubar ist und die Dauer der Einschränkungen im öffentlichen Leben nicht sicher einzuschätzen ist, empfehlen wir Euch in den Bruderschaften und Pilgergruppen, für den Zeitraum bis Ende August keine Pilgerfahrten zu planen.
Was derzeit bleibt, ist folgendes:

Die Basilika ist geöffnet für alle, die dort beten möchten (sonntags von 9:45 bis 17:30; werktags von 8:00 bis 17:30 Uhr). Die Kirche ist groß genug, dass von den Betern die hygienischen Vorschriften eingehalten werden können. Diese Vorschriften sind durch die Medien allen bekannt, die die Basilika zum Gebet betreten.
Bisher ist uns die Seelsorge unter den bekannten Bedingungen erlaubt. Das bedeutet, dass wir einzelne Personen segnen können. Wenn mehrere dieses Anliegen haben, müssen sie Abstand halten und werden nacheinander gesegnet. Es besteht die Möglichkeit zum Empfang der hl. Kommunion, zur Spendung der Sakramente der Versöhnung und der Krankensalbung. Wenn Matthiaspilger kommen und gesegnet werden möchten, erwarten wir, dass sie sich einige Tage vorher bei uns anmelden.
Wir können nicht ausschließen, dass im weiteren Verlauf der Krise die Basilika geschlossen wird. Dann sind wir an der Klosterpforte ansprechbar, solange uns dies erlaubt wird.

Wir halten bislang an der Planung der Brudermeisterversammlungen in den Bezirken 19. – 23. September fest, ebenso an den vorgesehenen Bruderschaftstagen im Oktober und November. Wir haben die Zuversicht, dass wir vom 28. September bis 26. November wieder Pilgergruppen empfangen können.

Auch wenn in diesem Jahr in der Pilgerzeit Wallfahrten nicht stattfinden können, ist die Pilgerzeit doch eine Zeit des Gebetes. Die Gemeinschaft mit dem Apostel Matthias lenkt dazu unseren Blick auf das, was im Jahr 30 in Jerusalem und Galiläa geschah. Jesus zeigte sich als der Lebende. Gott, der Vater, hatte ihn durch sein machtvolles Eingreifen von den Toten auferweckt. Matthias sollte mit den anderen im Zwölferkreis den Menschen das verkünden: „Diesen Jesus hat Gott auferweckt. Dafür sind wir Zeugen. Nachdem er durch die machtvolle Hand Gottes erhöht worden war und vom Vater den verheißenen Heiligen Geist empfangen hatte, hat er ihn ausgegossen, wie ihr seht und hört“ (Apg 1,32.33).

Liebe Pilgerinnen und Pilger,
viele von euch haben sich schon von dem Leitwort „Pilgerwege im Herzen“ anregen lassen. Was sonst mit den Füßen gemacht wurde, kann jetzt im Herzen geschehen: angesprochen sein, – aufeinander hören, – Gemeinschaft erfahren, – sich Jesus zuwenden, – getröstet, gestärkt und ermutigt werden. Die Botschaft des Apostels, dass Jesus lebt und wirkt, gilt für uns auch in der Zeit der gegenwärtigen Krise. Diese Botschaft bewegt uns jedes Jahr. Es kommt jetzt darauf an, dass wir eine Hoffnung haben, von der wir wissen, dass sie nicht trügt. Wir können uns auch daran erinnern, was wir im Jahr 2017 „Einmütig im Gebet“ bedacht haben, warum und wie wir beten und im Gebet Gemeinschaft miteinander finden können.

Bitten wir Jesus Christus, dass er uns erfahren lässt, was er mit dem Versprechen seiner Freundschaft gemeint hat.

Für die Erzbruderschaft des Apostels Matthias

Bruder Athanasius