Nachrichten aus der Abtei

Hier können Sie aktuelle Meldungen der Benediktinerabtei St. Matthias in ganzer Länge lesen.
Bei Fragen dazu treten Sie doch bitte mit uns in Kontakt.

„Hoffnung, die uns trägt“
Weihbischof Robert Brahm feierte mit vielen Gläubigen und Pilgern das Matthiasfest in Trier

Trier, 26.02.2018 von Hilde Schöwer-Greichgauer
Gemeinsam mit zahlreichen Pilgern feierten die Benediktiner und die Pfarrei St. Matthias das Fest des Hl. Matthias in Trier-Süd. Das Pontifikalamt wurde von Weihbischof Robert Brahm und Abt Ignatius zelebriert.
In seiner Predigt ging Weihbischof Brahm auf die Geschichte des vietnamesischen Erzbischofs,  Fançois Xavier Nguyên Van Thuan, ein. Dieser hatte 13 Jahre lang als Gefangener im Vietkong in Kerkern und Gefängnissen zugebracht und nur dank seines tiefen Glaubens konnte er diese lange Zeit überleben. Das Buch „Hoffnung, die uns trägt“ erzählt davon. Es sei beeindruckend in welchen Lebenssituationen Menschen ihren inneren Frieden finden könnten, sagte Brahms. „Wer so auf Gott vertraut, kann eine eigene ergreifende Erfahrung des Geistes Gottes machen.“  Eine solche Glaubenskraft habe Christen immer schon beseelt. „In dem Moment, wo ich die Nähe Gottes suche, entsteht eine neuer Horizont, ich sehe mehr als nur mit meinen Augen.“ Jesus wolle ermutigen dem Leben zu trauen, auch in schweren Zeiten. „Möge uns der Hl. Matthias helfen auf die Nähe Gottes zu vertrauen, sie zu suchen und mit ihr zu leben“ beendete Robert Brahm seine Predigt.
Im Anschluss an das Pontifikalamt trafen sich die BesucherInnen des Gottesdienstes auf Einladung des Pfarrgemeinderates mit dem Bischof und den Brüdern im Pfarrsaal von St. Matthias.

„Zwei Engel, ein König … läuft doch“
Ergreifende Buchlesung im Schammatdorfzentrum

Trier, 19.10.2017 von Hilde Schöwer-Greichgauer
Freitag, 13.10.2017, 20.00 Uhr: Der kleine Saal im Schammatdorfzentrum ist gut gefüllt, ca.50 Menschen sind gekommen – aus Interesse, aus Neugier, aus eigener Betroffenheit – um zuzuhören, um Daniela und Michael Standard persönlich zu begegnen.
In ihrem Buch „Zwei Engel, ein König … läuft doch!“ blickt Daniela Standard zurück auf die ersten 13 Lebensjahre ihres Sohnes Michael, Daniel, Gabriel [ so der vollständige Name; zwei Engel (Michael, Gabriel), ein König (David) ]; sie gewährt dem Leser Einblicke in den Alltag einer Familie mit einem behinderten Kind. Dabei nimmt sie ihre Leser mit auf eine „Reise“ in die Lebenswelt, den Glauben, die Gedanken und Gefühle einer Mutter, ebenso in die ihres Sohnes, mit allen Ängsten, Sorgen und Nöten, all den alltäglichen Problemen, aber auch vielen Hoffnungen und beglückenden Erlebnissen. Das alles ist eingerahmt in die Handlung eines Stadtlaufs, an dem Michael mit 13 Jahren teilnimmt und der letztendlich auch zu der Erkenntnis „… läuft doch!“ führt – was sich sowohl auf den Stadt- als auch den Lebenslauf bezieht.
In sehr authentischer, einfühlsamer und doch auch immer wieder unterhaltsamer Weise nimmt Daniela Standard ihre Zuhörerinnen und Zuhörer an diesem Abend mit auf ihre „Reise zum eigenen Ich“ – nicht anklagend, nicht mit dem Leben hadernd, nicht verzweifelnd, im Gegenteil, hoffnungsfroh, Zuversicht, Lebensfreude und Dankbarkeit vermittelnd. Innerlich zutiefst ergriffen lauschen die Zuhörer gebannt den aus dem Buch behutsam und sehr bewusst ausgewählten Textpassagen, aber auch den sehr persönlichen, ergänzenden Erklärungen und Schilderungen der Autorin, verfolgen dabei auch immer wieder die verbalen und nonverbalen Kommentare ihres Sohnes, der – quasi in der Rolle des Antrieb- und Ideengebers als eine Art Co-Autor des Buches – neben seiner Mutter auf der kleinen Bühne sitzt. Bei besinnlichen Gitarrenklängen und Liedern, vorgetragen von Katja Bruch, haben die Zuhörer zwischendurch mehrfach Gelegenheit das Gehörte in ihrem Innern „ankommen“ zu lassen.
Zwei Engel, ein König … läuft doch!“ – Schammatdorfzentrum Trier – … passt doch! „ Ja, der Inhalt, die „Seele“ des Buches scheinen wie geschaffen für diesen Abend, für diesen Ort, und so sind alle am Ende tief beeindruckt und sehr froh, diesen Abend miterlebt zu haben und in besonderer Weise „beschenkt“ worden zu sein. Denn, so lautet eine wichtige Botschaft des Abends: „Menschen mit (…) Behinderungen haben uns so viel zu geben: ihre Freude am Leben, ihr Vertrauen, ihre Liebe, ihre Fähigkeit, mit Schicksalsschlägen umzugehen, und die Weisheit, sich selbst anzunehmen, wie [wir] sind, mit all [unseren] Stärken und Schwächen.“ ( Buch, S. 101) – (Norbert Hellenthal)

100 000,- € für die Nordfassade des Südflügels
Mit dieser Summe unterstützt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die Restaurierung der Nordfassade des Südflügels der Abtei

Trier, 05.02.2017 von Hilde Schöwer-Greichgauer
Noch sind die großen Wunden im Putz der Fassade, die zum Kreuzgang hin liegt, zu sehen. Doch schon bald werden die Handwerker damit beginnen diese „Verletzungen“ zu heilen. Die Löcher im Putz werden geschlossen, marode Stellen repariert. Möglich wird dies nun durch diese Unterstützung. Damit gehört diese Renovierung zu den 400 Projekten, die jährlich gefördert werden.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland. Ihre Mitarbeiter setzen sich seit 1985 kreativ, fachlich fundiert und unabhängig für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Insgesamt konnte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dank der aktiven Mithilfe und Spenden von über 200.000 Förderern bereits rund 5.000 Projekte mit mehr als einer halben Milliarde Euro in ganz Deutschland unterstützen. Ihr ganzheitlicher Ansatz, ist einzigartig und reicht von der Notfall-Rettung gefährdeter Denkmale, pädagogischen Schul- und Jugendprogrammen bis hin zur bundesweiten Aktion “Tag des offenen Denkmals”. Dann wird auch in diesem Jahr der Kreuzgang geöffnet sein und die Besucher werden neben den aktuellen Sanierungsmaßnahmen auch „neuen“ alten Südflügel besichtigen können.