„Doch von Pfingsten an sollen die Mönche während des ganzen Sommers am Mittwoch und Freitag bis zur neunten Stunde fasten, wenn sie keine Feldarbeit haben und die Sommerhitze nicht zu sehr drückt.“ (Benediktsregel 41, 2)

Dieses „Hitzefrei vom Fasten“ ist ein Beispiel dafür, dass Benedikt immer wieder nach dem richtigen Maß fragt und seine Anordnungen den konkreten Menschen und Situationen anpasst. Benedikt besteht nicht stur auf durchaus auch sinnvollen Gewohnheiten und Regelungen. Er fordert seine Mönche durchaus auch heraus und mutet ihnen einiges zu. Aber er will sie nicht überfordern. Das gemeinsame Leben soll vernünftig und hilfreich geordnet sein.

Wovon er nicht absieht und worum es ihm an sich geht, ist die Aufforderung und Werbung, Jesus Christus zur Mitte des eignen Lebens zu machen. „Christus sollen die Mönche überhaupt nichts vorziehen.“ (Benediktsregel 72, 11) Aber auch das soll nicht fanatisch, sondern vernünftig und angemessen geschehen.

Und wenn die Sommerhitze unerträglich ist, dann …