Freitag der 1. Woche im Jahreskreis

Kreuzzeichen

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Psalm aus dem Mattheiser Stundengebet

Psalm 31

Der Psalm kann „sprechender“ werden, wenn er laut gebetet wird und wenn anschließend Zeit bleibt, mit einzelnen Versen oder Worten meditierend umzugehen.

Herr, ich suche Zuflucht bei dir. /
Lass mich doch niemals scheitern; /
rette mich in deiner Gerechtigkeit!

Wende dein Ohr mir zu, /
erlöse mich bald! Sei mir ein schützender Fels, /
eine feste Burg, die mich rettet.

Denn du bist mein Fels und meine Burg; /
um deines Namens willen wirst du mich führen und leiten.

Du wirst mich befreien aus dem Netz, das sie mir heimlich legten; /
denn du bist meine Zuflucht.

In deine Hände lege ich voll Vertrauen meinen Geist; /
du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.

Dir sind alle verhasst, die nichtige Götzen verehren, /
ich aber verlasse mich auf den Herrn.

Ich will jubeln und über deine Huld mich freuen; /
denn du hast mein Elend angesehn, /
du bist mit meiner Not vertraut.

Du hast mich nicht preisgegeben der Gewalt meines Feindes, /
hast meinen Füßen freien Raum geschenkt.

Herr, sei mir gnädig, denn mir ist angst; /
vor Gram zerfallen mir Auge, Seele und Leib.

In Kummer schwindet mein Leben dahin, /
meine Jahre verrinnen im Seufzen. Meine Kraft ist ermattet im Elend, /
meine Glieder sind zerfallen.

Zum Spott geworden bin ich all meinen Feinden, /
ein Hohn den Nachbarn, ein Schrecken den Freunden; /
wer mich auf der Straße sieht, der flieht vor mir.

Ich bin dem Gedächtnis entschwunden wie ein Toter, /
bin geworden wie ein zerbrochenes Gefäß.

Ich höre das Zischeln der Menge – Grauen ringsum. /
Sie tun sich gegen mich zusammen; /
sie sinnen darauf, mir das Leben zu rauben.

Ich aber, Herr, ich vertraue dir, /
ich sage: «Du bist mein Gott.»

In deiner Hand liegt mein Geschick; /
entreiß mich der Hand meiner Feinde und Verfolger!

Lass dein Angesicht leuchten über deinem Knecht, /
hilf mir in deiner Güte!

Herr, lass mich nicht scheitern, /
denn ich rufe zu dir.

Wie groß ist deine Güte, Herr, /
die du bereithältst für alle, die dich fürchten und ehren; du erweist sie allen, /
die sich vor den Menschen zu dir flüchten.

Du beschirmst sie im Schutz deines Angesichts /
vor dem Toben der Menschen. Wie unter einem Dach bewahrst du sie /
vor dem Gezänk der Zungen.

Gepriesen sei der Herr, der wunderbar an mir gehandelt /
und mir seine Güte erwiesen hat zur Zeit der Bedrängnis.

Ich aber dachte in meiner Angst: /
Ich bin aus deiner Nähe verstoßen. Doch du hast mein lautes Flehen gehört, /
als ich zu dir um Hilfe rief.

Liebt den Herrn, all seine Frommen! /
Seine Getreuen behütet der Herr, /

Euer Herz sei stark und unverzagt, /
ihr alle, die ihr wartet auf den Herrn.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn /  
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit /
und  in alle Ewigkeit. Amen.

Evangelium 

Mk 2, 1-12
1Als er einige Tage später nach Kafarnaum zurückkam, wurde bekannt, dass er wieder zu Hause war. 2Und es versammelten sich so viele Menschen, dass nicht einmal mehr vor der Tür Platz war; und er verkündete ihnen das Wort. 3Da brachte man einen Gelähmten zu ihm; er wurde von vier Männern getragen. 4Weil sie ihn aber wegen der vielen Leute nicht bis zu Jesus bringen konnten, deckten sie dort, wo Jesus war, das Dach ab, schlugen die Decke durch und ließen den Gelähmten auf seiner Tragbahre durch die Öffnung hinab. 5Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben! 6Einige Schriftgelehrte aber, die dort saßen, dachten im Stillen: 7Wie kann dieser Mensch so reden? Er lästert Gott. Wer kann Sünden vergeben außer dem einen Gott? 8Jesus erkannte sofort, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Was für Gedanken habt ihr im Herzen? 9Ist es leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh umher? 10Ihr sollt aber erkennen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Und er sagte zu dem Gelähmten: 11Ich sage dir: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause! 12Der Mann stand sofort auf, nahm seine Tragbahre und ging vor aller Augen weg. Da gerieten alle außer sich; sie priesen Gott und sagten: So etwas haben wir noch nie gesehen.

Es empfiehlt sich, eine Zeit lang beim Gelesenen zu verweilen.

Persönliches Gebet

Heute bitte ich für …

Ich danke für …

Gebet Jesu

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Gebet

Gott, segne uns, sodass einer die Last des anderen trägt und wir uns gegenseitig stützen und einander helfen auf dem Glaubensweg. Segne uns, indem du Lasten von uns nimmst und uns aufrichtest und wir mit leichtem Herzen deinen Weg gehen. Amen.