3. Sonntag im Jahreskreis

Kreuzzeichen

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Psalm aus dem Mattheiser Stundengebet

Psalm 118

Der Psalm kann „sprechender“ werden, wenn er laut gebetet wird und wenn anschließend Zeit bleibt, mit einzelnen Versen oder Worten meditierend umzugehen.

Danket dem Herrn, denn er ist gütig, /
denn seine Huld währt ewig.

So soll Israel sagen: /
Denn seine Huld währt ewig.

So soll das Haus Aaron sagen: /
Denn seine Huld währt ewig.

So sollen alle sagen, die den Herrn fürchten und ehren: /
Denn seine Huld währt ewig.

In der Bedrängnis rief ich zum Herrn; /
der Herr hat mich erhört und mich frei gemacht.

Der Herr ist bei mir, ich fürchte mich nicht. /
Was können Menschen mir antun?

Der Herr ist bei mir, er ist mein Helfer; /
ich aber schaue auf meine Hasser herab.

Besser, sich zu bergen beim Herrn, /
als auf Menschen zu bauen.

Besser, sich zu bergen beim Herrn, /
als auf Fürsten zu bauen.

Alle Völker umringen mich; /
ich wehre sie ab im Namen des Herrn.

Sie umringen, ja, sie umringen mich; /
ich wehre sie ab im Namen des Herrn.

Sie umschwirren mich wie Bienen, /
wie ein Strohfeuer verlöschen sie; /
ich wehre sie ab im Namen des Herrn.

Sie stießen mich hart, sie wollten mich stürzen; /
der Herr aber hat mir geholfen.

Meine Stärke und mein Lied ist der Herr; /
er ist für mich zum Retter geworden.

Frohlocken und Jubel erschallt in den Zelten der Gerechten: /
Die Rechte des Herrn wirkt mit Macht!

Die Rechte des Herrn ist erhoben, /
die Rechte des Herrn wirkt mit Macht!»

Ich werde nicht sterben, sondern leben, /
um die Taten des Herrn zu verkünden.

Der Herr hat mich hart gezüchtigt, /
doch er hat mich nicht dem Tod übergeben.

Öffnet mir die Tore zur Gerechtigkeit, /
damit ich eintrete, um dem Herrn zu danken.

Das ist das Tor zum Herrn, /
nur Gerechte treten hier ein.

Ich danke dir, dass du mich erhört hast; /
du bist für mich zum Retter geworden.

Der Stein, den die Bauleute verwarfen, /
er ist zum Eckstein geworden.

Das hat der Herr vollbracht, /
vor unseren Augen geschah dieses Wunder.

Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat; /
wir wollen jubeln und uns an ihm freuen.

Ach, Herr, bring doch Hilfe! /
Ach, Herr, gib doch Gelingen!

Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. /
Wir segnen euch vom Haus des Herrn her. /

Gott, der Herr, erleuchte uns. Mit Zweigen in den Händen /
schließt euch zusammen zum Reigen /
bis zu den Hörnern des Altars!

Du bist mein Gott, dir will ich danken; /
mein Gott, dich will ich rühmen.

Dankt dem Herrn, denn er ist gütig, /
denn seine Huld währt ewig.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn /
und dem Heiligen Geist.

Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit /
und in Ewigkeit. Amen.

Evangelium

Lk 1, 1-4; 4,14-21
Schon viele haben es unternommen, eine Erzählung über die Ereignisse abzufassen, die sich unter uns erfüllt haben. Dabei hielten sie sich an die Überlieferung derer, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes waren. Nun habe auch ich mich entschlossen, nachdem ich allem von Beginn an sorgfältig nachgegangen bin, es für dich, hochverehrter Theóphilus, der Reihe nach aufzuschreiben. So kannst du dich von der Zuverlässigkeit der Lehre überzeugen, in der du unterwiesen wurdest. In jener Zeit kehrte Jesus, erfüllt von der Kraft des Geistes, nach Galiläa zurück. Und die Kunde von ihm verbreitete sich in der ganzen Gegend. Er lehrte in den Synagogen und wurde von allen gepriesen. So kam er auch nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um vorzulesen, reichte man ihm die Buchrolle des Propheten Jesája. Er öffnete sie und fand die Stelle, wo geschrieben steht: Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn er hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe. Dann schloss er die Buchrolle, gab sie dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt.

Es empfiehlt sich, eine Zeit lang beim Gelesenen zu verweilen.

Persönliches Gebet

Heute bitte ich für …

Ich danke für …

Gebet Jesu

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Gebet

Herr Jesus Christus, du hast Worte des Lebens; durch dich erkennen wir den Vater und finden den Weg zu ihm. Wir danken dir, dass du unser Lehrer und guter Hirt geworden bist. Amen.