27. Sonntag im Jahreskreis

Kreuzzeichen

+ Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Psalm aus dem Mattheiser Stundengebet

Psalm 148

Der Psalm kann „sprechender“ werden, wenn er laut gebetet wird und wenn anschließend Zeit bleibt, mit einzelnen Versen oder Worten meditierend umzugehen.

Halleluja! Lobt den Herrn vom Himmel her, /
lobt ihn in den Höhen:

Lobt ihn, all seine Engel, /
lobt ihn, all seine Scharen;

lobt ihn, Sonne und Mond, /
lobt ihn, all ihr leuchtenden Sterne;

lobt ihn, alle Himmel /
und ihr Wasser über dem Himmel!

Loben sollen sie den Namen des Herrn; /
denn er gebot, und sie waren erschaffen.

Er stellte sie hin für immer und ewig, /
er gab ihnen ein Gesetz, das sie nicht übertreten.

Lobt den Herrn, ihr auf der Erde, /
ihr Seeungeheuer und all ihr Tiefen,

Feuer und Hagel, Schnee und Nebel, /
du Sturmwind, der sein Wort vollzieht,

ihr Berge und all ihr Hügel, /
ihr Fruchtbäume und alle Zedern,

ihr wilden Tiere und alles Vieh, /
Kriechtiere und gefiederte Vögel,

ihr Könige der Erde und alle Völker, /
ihr Fürsten und alle Richter auf Erden,

ihr jungen Männer und auch ihr Mädchen, /
ihr Alten mit den Jungen!

Loben sollen sie den Namen des Herrn; /
denn sein Name allein ist erhaben, /
seine Hoheit strahlt über Erde und Himmel.

Seinem Volk verleiht er Macht, /
das ist ein Ruhm für all seine Frommen, /
für Israels Kinder, das Volk, das ihm nahen darf. Halleluja!

Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem Heiligen Geist,

Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit /
und in Ewigkeit. Amen.

Evangelium

Mt 21,33-42.44.43
In jener Zeit sprach Jesus zu den Hohepriestern und den Ältesten des Volkes: Hört noch ein anderes Gleichnis: Es war ein Gutsbesitzer, der legte einen Weinberg an, zog ringsherum einen Zaun, hob eine Kelter aus und baute einen Turm. Dann verpachtete er den Weinberg an Winzer und reiste in ein anderes Land. Als nun die Erntezeit kam, schickte er seine Knechte zu den Winzern, um seine Früchte holen zu lassen. Die Winzer aber packten seine Knechte; den einen prügelten sie, den andern brachten sie um, wieder einen anderen steinigten sie. Darauf schickte er andere Knechte, mehr als das erste Mal; mit ihnen machten sie es genauso. Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen; denn er dachte: Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben. Als die Winzer den Sohn sahen, sagten sie zueinander: Das ist der Erbe. Auf, wir wollen ihn umbringen, damit wir sein Erbe in Besitz nehmen. Und sie packten ihn, warfen ihn aus dem Weinberg hinaus und brachten ihn um. Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt: Was wird er mit jenen Winzern tun? Sie sagten zu ihm: Er wird diese bösen Menschen vernichten und den Weinberg an andere Winzer verpachten, die ihm die Früchte abliefern, wenn es Zeit dafür ist. Und Jesus sagte zu ihnen: Habt ihr nie in der Schrift gelesen: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden; vom Herrn ist das geschehen und es ist wunderbar in unseren Augen? Und wer auf diesen Stein fällt, wird zerschellen; auf wen der Stein aber fällt, den wird er zermalmen. Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden, das die Früchte des Reiches Gottes bringt.

Es empfiehlt sich, eine Zeit lang beim Gelesenen zu verweilen.

Persönliches Gebet

Heute bitte ich für …

Ich danke für …

Gebet Jesu

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Gebet

Allmächtiger Gott, du gibst uns in deiner Güte mehr, als wir verdienen, und Größeres, als wir erbitten. Nimm weg, was unser Gewissen belastet, und schenke uns jenen Frieden, den nur deine Barmherzigkeit geben kann. Darum bitten wir durch Jesus Christus. Amen.